Creative Commons LizenzvertragSendungen, Artikel: CC BY-NC-ND 3.0 DE | D. O. abonnieren (RSS) | 19-Mar-2019 - UTC

USA, NATO, Israel vs. Iran. Krieg – der größte Hit aller Zeiten, neu abgemischt

„Nach dem Ende des Irak-Kriegs haben sich die Spannungen zwischen dem Iran und den USA verstärkt. Die USA werfen dem Iran vor, nach Atomwaffen zu streben und den internationalen Terrorismus zu unterstützen. Der Iran hat dies zurückgewiesen.“ – Zitat SPIEGEL, 15.06.2003. April 2006 schrieb William Arkin in der „Washington Post“, der Krieg gegen Iran im Zusammenhang mit „Massenvernichtungswaffen“ war 2003 bereits unter Leitung von George Bush mit dem TIRANNT virtuell durchgespielt worden.
Im 1. Golfkrieg zwischen Saddam Hussein’s Irak und Khomeini’s Iran belieferten USA und BRD Irak, die USA Irak UND Iran, und Israel den Iran mit Waffen. 1986 wurde die „Iran-Contra-Affäre“ bekannt. NSA und CIA hatten Waffen an den Feind Iran verkauft und mit den Einnahmen wurden die sogenannten Contras in Nicaragua gegen die sozialistischen Sandinisten unterstützt. Trotz seiner Gedächtnisausfälle musste US-Präsident Ronald Reagan auch die Verbindung CIA – Contra-Kokainschmuggel in die USA zugeben.
16. Januar 2012 zitiert die iranische Nachrichtenagentur IRNA Außenminister Salehi: „Keines der Länder im Mittleren Osten besitzt Nuklearwaffen außer dem Zionistischen Regime“ [d. h. „Israel, hier eine Erklärung dazu, dass Zionismus im Sinne Theodor Herzls keine aggressiv-expansive Idee war]. In einem Kommentar warnt die Pugwash Conference zu Wissenschaft und internationalen Angelegenheiten vor der Isolierung Irans und vor provozierender Kriegsrhetorik. Informationen aus dem IAEA-Bericht zum iranischen Atomprogramm seien nicht unbedingt von unabhängiger Seite bestätigt worden, und noch habe Iran den „Nuclear-Non-Proliferation Treaty“ nicht gekündigt; dieser Vertrag legt die ausschließlich zivile Nutzung der Atomkraft fest. John W. Limbert, ehemaliger Botschafter, sagte im Interview mit dem United States Institute of Peace, der Iran sei mehr als die Absurditäten Ahmadinedjads. Er bewundere das iranische Volk, dass sich trotz seiner Regierungen Menschlichkeit, Kreativität und Einfallsreichtum bewahrt habe. Amerikaner wüssten nicht, dass viele Iraner/innen im Iran während des Wahlkampfes gesagt haben, es werde unnötig und zum Schaden des Landes provoziert, der Iran werde in einen Krieg reingezogen, den er nicht braucht.
Die Auseinandersetzungen der verfeindeten Regierungen drehen sich auch um Öl und Handelswege. Weitab von Großbritannien verläuft die Straße von Hormuz, und dennoch stand am 05. Januar 2012 in arabian business, von britischer Seite sei es als „illegal“ bezeichnet worden, wenn Iran die strategisch so bedeutsamen Wasserwege von Hormuz blockiere. Laut „arabian business“ wurde auch die Klage gegen Saudi Binladen Group im Zusammenhang mit 9/11 „aus Mangel an Beweisen“ fallengelassen – doch gleichzeitig werden mit mangelhaften Beweisen Vorwürfe gegen den Iran erhoben, hier der „Hintergrund“-Artikel dazu.

Selbst im Falle eines Krieges sind NATO-Staaten nicht zwingend verpflichtet:
Am 27. September 2001 informierte n-tv unter Berufung auf Jürgen Meinberg, zu der Zeit Sprecher des Bundeswehrverbandes, über Verteidigungsfall, Bündnisfall, und Beistandspflicht innerhalb der NATO: Der Bundestag muss einen Bündnisfall feststellen und i. d. R. über Bundeswehreinsätze beschließen, Ausnahme seien dringende Notfälle oder ein Angriff auf Deutschland, also der Verteidigungsfall nach Grundgesetz. Im Bündnisfall könnten laut Artikel 5 des NATO-Vertrages die Bündnispartner selbst über die Art der Maßnahmen entscheiden: „Die Beistandspflicht ist jedoch nicht zwingend, jedes NATO-Mitglied entscheidet selbst, wie es seiner Beistandspflicht nachkommen will.“

Tipps zum Artikel:
Infoportal „Frieden-fragen.de“, nicht nur für Kinder und Jugendliche
whywar.at – Infoportal des Friedensbüros Salzburg. Hier Link zum Bereich „Informationen und Krieg“
Buch „1967“ von Tom Segev, Interview mit T. S. zum Buch und dem Sechstagekrieg
und:
„Collateral Murder – Wikileaks – Iraq“ – Video auf youtube. „Look at those dead bastards“ – „Nice“ (gestorben waren Zivilisten und Journalisten)
„Deadly Dust – Todesstaub“ Dokumentarfilm von Frieder Wagner (Verleih Ochoa-Wagner Film, Köln; gekürzte Audiofassung Sylvia Schmidt für radio flora). Der Film beschreibt die Folgen des Einsatzes von Uranmunition durch US-Militär und Verbündete im Irak, Kosovo, und in Bosnien. „Deadly Dust – Todesstaub“ auf youtube.

von: Sylvia Schmidt veröffentlicht am 17. Januar 2012
Themen - Kategorien: Medien, Notrufe, Kriege, Krisen, Politik - International, Wirtschaft
Stichworte: Schlagwörter: , , , , , ,
Artikel, Sendung:
Creative Commons Lizenzvertrag
Creative Commons Namensnennung - Nicht-kommerziell - Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland Lizenz

zurück zur STARTSEITE




... für alle, die noch mehr Zeit zum Stöbern haben: