Creative Commons LizenzvertragSendungen, Artikel: CC BY-NC-ND 3.0 DE | 9-Apr-2020 - UTC

Sendung vom 23. April.2012: Feindbilder. Der Völkermord in Kambodscha, Fragen zur Konflikt- und Friedensarbeit, westliches Feindbild Islam

Die Sendung enthält Ausschnitte des Dokumentarfilms „Enemies of the People“ (© Old Street Films, Thet Sambath 2009), bzw. einer Antwort des Co-Regisseurs Rob Lemkin bei der Vorführung in Phnom Penh. Film-Website: enemiesofthepeoplemovie.com (dt.: Volksfeinde). Anm. D. O.: Der Film besteht hauptsächlich aus untertitelten Gesprächen in der Landessprache Kambodschas (Khmer). Schließlich wollte Thet Sambath, der die ersten Jahre noch alleine recherchiert hatte, rausfinden, was die Menschen dazu brachte, sich am Morden zu beteiligen. Er war selbst ein Kind der Killing Fields und verlor seine ganze Familie.

Aus der Konfliktforschung und Friedensarbeit kommt ein weiterer Teil der Sendung: Interview mit Jenny Becker, EN PAZ (Juristin, Friedens- und Konfliktforscherin).

Es folgen Ausschnitte aus dem Vortrag von Werner Ruf zu seinem Buch „Der Islam – Schrecken des Abendlandes. Wie sich der Westen sein Feindbild konstruiert“ (Papyrossa-Verlag). Ruf ist inzwischen emeritierter Professor für internationale und intergesellschaftliche Beziehungen / Außenpolitik der Universität Kassel.

Sendung anhören oder runterladen – Länge 22:10 Min. / 32,3 MB

O-TÖNE siehe Angaben oben, Sendung: Sylvia Schmidt / Demokratie Online, 2012. CC BY-NC-ND. demokratie-online.net + demokratie-online.info seit Aug. 2016.


Anm. D. O. zum Film „Enemies of the People“: wie Folterungen und Hinrichtungen „begründet“ worden sind, zeigt die Ähnlichkeit aller Gewaltherrschaften, ganz ungeachtet des politischen Systems.

Schon ein geringster Anlass oder „Ungehorsam“ aus rein menschlichen Gründen galt den Roten Khmer und ihren Kadern als Abweichung von der Parteilinie, was einem „Verrat“ gleichkam, der mit größter Wahrscheinlichkeit Folter oder Tod nach sich zog. „Verrat“ konnte sein, zu spät zur Arbeit zu kommen (egal aus welchem Grund) oder wenn ein Großvater seinem ausgehungertem Enkel etwas zum Essen gegeben hat (eine Erinnerung von Thet Sambath).
Rob Lemkin hatte in einem der vielen Interviews sinngemäß gesagt, die Mörder seien Menschen wie wir auch, was andersherum bedeute, auch wir könnten zu solchen Mördern werden. Sie hätten ihre InterviewpartnerInnen dafür respektiert, dass sie bereit waren, die Wahrheit zu sagen.

Die Filmemacher arbeiten derzeit an einem zweiten Teil zu den politischen Hintergründen des Regimes der Roten Khmer. Mehr zu diesen Hintergründen auf Open Vault

Ergänzung D. O. 15.08.2013: Der Journalist Peter Fröberg Idling hat mit seinem Buch „Pol Pots Lächeln“ die außenpolitische Täuschung des Regimes der Roten Khmer dokumentiert.

letzte Änderungen: September 2016

von: Sylvia Schmidt veröffentlicht am 23. April 2012
Themen - Kategorien: D. O. - Sendungen, Podcasts, Frieden, Gesellschaft, Medien, Notrufe, Kriege, Krisen, Politik - International
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