Creative Commons LizenzvertragSendungen, Artikel: CC BY-NC-ND 3.0 DE | D. O. abonnieren (RSS) | 17-Dec-2018 - UTC

Sendung 12 Januar 2013 zu Protesten für eine neue Agrarpolitik, Kritik am Schulprojekt HannoverGEN, und zum Dokumentarfilm „Die Zukunft pflanzen“

"Wir haben es satt!" in Berlin - © 2013 Gabi Kellmann, Umbruch Bildarchiv

„Wir haben es satt!“ in Berlin – © 2013 Gabi Kellmann, Umbruch Bildarchiv

„Wir haben es satt!“-Protest- und Infoveranstaltungen Hannover 10.11.12 und 08.01.13 mit Ausblick auf 19.01. in Berlin (hier Fotoserie Umbruch Bildarchiv) + ungesendete Ausschnitte der Pressekonferenz zum Schulprojekt HannoverGEN + O-Töne aus „Die Zukunft pflanzen – wie können wir die Welt ernähren“ von Marie-Monique Robin.

Anm. D. O. 01.03.2013: Zur Einstellung des Schulprojektes HannoverGEN nach der Wahl Januar 2013 gab es auch Proteste (s. haz.de diverse Berichte). Es wurde z. B. darauf verwiesen, dass in den Schullaboren viel gelernt werden konnte, dass es gentechnikkritische LehrerInnen gibt oder dass SchülerInnen „nicht so dumm“ d. h. leicht beeinflussbar sind. Hier eine Stellungnahme von Greenpeace Hannover, u. a. heißt es „unsere Kritik an dem Projekt HannoverGEN bezieht sich ausdrücklich auf die nachweislich einseitige Ausrichtung des Projektes“. Hier geht’s zu einer weiteren Sendung von Demokratie Online u. a. mit Beiträgen zu HannoverGEN.

Sendung anhören oder runterladen – Länge 59:59 Min. / 90,4 MB

O-TÖNE: Veranstaltungen von 2012/13 des „Wir haben es satt!“-Bündnisses, zu Gast war u. a. Bernadette Ouattara aus Burkina Faso (INADES-Formation) + aus dem Dokumentarfilm „Die Zukunft pflanzen – wie können wir die Welt ernähren“ von Marie-Monique Robin, ARTE arte-edition.de / DVD von absolut Medien.
Ausschnitte aus einer Infoveranstaltung vom Bündnis für Gentechnikfreie Landwirtschaft in Niedersachsen, Bremen, Hamburg / Greenpeace Hannover und dem Umweltchemiker / Biologen Heribert Wefers, 2012. Sendung: Sylvia Schmidt / Demokratie Online, 2013. CC BY-NC-ND. demokratie-online.net + demokratie-online.info seit Aug. 2016

11.Juni.2013 – endlich gibt’s mehr Hintergrund-Informationen und Links, die erklären, warum industrielle Landwirtschaft nicht zukunftsfähig sein kann, auch wenn es lange Jahre tatsächlich Ertragssteigerungen gab …

Auf welt-ernaehrung.de und im Weltagrarbericht werden alle Themen beleuchtet, die im Zusammenhang mit Landwirtschaft und Ernährung betrachtet werden müssen: Boden /Landnutzungsrechte und Landraub, Klimawandel, Armut und Hunger, Wirkung chemisch-synthetischer Pflanzenschutz- und Düngemittel, Umgang mit natürlichen Ressourcen, Gegenüberstellung der Bewirtschaftsungsweisen. Die internationale Bauern- und Bäuerinnenorganisation „La Via Campesina“ beschreibt hier die Schwierigkeiten bei ihrer Berufsausübung, bzw. beim Sichern ihrer eigenen Ernährung

Ergänzung D. O. 16.10.2014: HIER Artikel und Sendung vom September 2014, zwar für Privatgärtner/innen, es wird aber auch der Vergleich zur gewerblichen Landwirtschaft gezogen und auf Infos aus der Landwirtschaft verwiesen.

GRUNDLAGE IST NICHT NUR IM POETISCHEN SINN DER – FRUCHTBARE – BODEN:
Warum Böden erodieren, d. h. aufgrund fehlender, schützender Vegetation abgetragen werden, warum sie verarmen (Bodendegradation) oder im Extremfall zerstört sind oder verwüsten.

DAS WETTER …

DAS SAATGUT …

Ohne BESTÄUBUNG läuft nichts, wie vorhin schon im Abschnitt zur Entomologie gesagt. Auch wenn in einigen Fällen der Wind mithilft, wie bei den Tomaten, die Selbstbefruchter sind, aber dazu „geschüttelt“ werden müssen. Bei einigen Pflanzen werden die Pollen mit dem Wind verteilt. Auch Tiere bestäuben, weil sie Samen weitertransportieren, oder erst fressen und wieder ausscheiden.
BIENEN – ihre Lebensräume sind durch Monokulturen und Rückgang der biologischen Vielfalt gefährdet, auch nehmen sie Schaden durch Einsatz von Chemikalien. Chemikalien gefährden außerdem Böden, Bodenleben, Gewässer, in der Landwirtschaft Tätige und letztlich die VerbraucherInnen. Daher wurde die sogenannte „gute fachliche Praxis“ eingeführt. Weniger ist inzwischen tatsächlich mehr, auch in der konventionellen Landwirtschaft. Trotzdem scheint das nicht auszureichen, so u. a. die Informationen des internationalen PAN-Netzwerkes (hier aus Deutschland).

FEHLT NOCH DAS HANDWERK der Landwirte, Landwirtinnen oder GärtnerInnen …

Zum Abschluss und zur Erinnerung an:
WIR HABEN ES SATT 2012

… und das war der GOOD FOOD MARCH nach Brüssel 2012

HIER ein älterer D. O.-Artikel zum Dokumentarfilm „Raising Resistance“, in dem Campesinos und Campesinos erklären, welche Entwicklungen zu ihrem Widerstand geführt haben

Felix zu Löwenstein, Autor des Buches „Food Crash“, ist selbst Landwirt. Eine Buchvorstellung in Hannover wurde vom BUND mit einer agrarpolitischen Diskussion verbunden, die Parteien waren auch vertreten


Ergänzung D. O. 24.10.2013 zu Werbeaussagen des Agrobusiness: häufig werden genveränderte Sorten – i. d. R. Mais, Soja, Raps, Baumwolle – für die Anwendung mit Totalherbiziden manipuliert; das Patent für Monsanto’s Bt-Mais MON810, wie bacillus thuringiensis, ist nicht nur deshalb fragwürdig, weil Monsanto gar nicht Entwickler der Maispflanzen ist, sondern lediglich eine relativ geringfügige Änderung vorgenommen hat (s. Angaben des Biologen und Umweltchemikers Heribert Wefers über Biotechnologie im Zusammenhang mit dem Schulprojekt HannoverGEN). Der bacillus thuringiensis ist schon sehr viel länger als Pflanzenschutzmittel bekannt. Er wurde 1901 in Japan und 1910 in Deutschland erstmals isoliert (s. verlinkte Info auf oekolandbau.de) und wird auch im biologischen und integrierten Anbau eingesetzt. Bt-Präparate gibt es auch für den Hausgarten. Und da Ertrag sehr mit Bodenqualität und Wetter zusammenhängt, da großflächiger Anbau in Monokulturen Schädlinge anlockt und Böden auslaugt, Pflanzen meistens mehrere „Freunde“ haben, Kunstdünger das Wachstum der Pflanzen unnatürlich beschleunigt, sodass Zellwände nicht stabil genug gegen Pilze und saugende Insekten sind, ist alles in allem das Versprechen höherer Ernten mit Fragezeichen zu versehen. Hinzu kommen Umweltbelastungen durch chemische Pflanzenschutzmittel, Bodenerosion, Verstärkung des Klimawandels (z. B. durch Abholzung und fehlende Mischkultur tief- und flachwurzelnder Pflanzen) sowie Schäden am Bodenleben und bei bestäubenden Insekten, ebenso Schäden durch nicht aufgenommene Nährstoffe der Kunstdünger.

Der BBC-Dokumentarfilm „A FARM FOR THE FUTURE“ von Rebecca Hosking und Tim Green zeigt, wie ein Bauernhof der Zukunft das Ende des billigen Erdöls überstehen kann.

SENDUNG RUNTERLADEN – Länge 59:59 Min. / 90,4 MB

Infos zur Sendung im ersten Teil des Artikels
von: Sylvia Schmidt veröffentlicht am 12. Januar 2013
Themen - Kategorien: D. O. - Sendungen, Podcasts, Frieden, Gesellschaft, Gesundheit, Landwirtschaft, Ernährung, Notrufe, Kriege, Krisen, Politik - International, Umweltschutz, Verbraucher - Info, Wirtschaft
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