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D.O.-Infogramm: Ukraine und Ergänzungen zur täglichen Berichterstattung

Orangene Revolution in der Ukraine 2004. © Serhyi, CC BY-SA. Wikimedia Commons

Orangene Revolution in der Ukraine 2004. © Serhyi, CC BY-SA. Wikimedia Commons

Das Thema ist Dauerbrenner der Medien und schon fast überreizt, dennoch ein paar Ergänzungen: Nicht-Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens war Auslöser der Euromaidan-Proteste seit 2013, aber nicht deren Anlass; „vermutlich“ stecke hinter dem späteren Einlenken des Ex-Präsidenten Wiktor Janukowitsch der Einfluss ukrainischer Oligarchen +++ „Russland Aktuell“ erläuterte problematische Details des Assoziierungsabkommens Ukraine – EU und erwähnte auch Putin’s Druckmittel +++ ein deutscher Wissenschaftler berichtete Jan. 2014 direkt aus Kiew, hier Berichte der Tschernobyl-Bloggerin Elena Filatova +++ die Menschen hätten von Willkür, Korruption und Selbstbereicherung „der Familie“ (Janukowitschs) genug gehabt, so die belarussische Politikerin Olga Karach. Es gäbe keinen Konflikt zwischen Russisch- und Ukrainischsprachigen +++ für die russische „Novaya Gazeta“ beschrieb der ukrainische Journalist Dmitry Gnap das politisch-wirtschaftliche Netzwerk Janukowitschs

Alexander Kwasniewski, ehemals Präsident von Polen, bestätigte 2010 das besondere Ausmaß der Vermischung kommerzieller und politischer Interessen, ebenso den politischen Wettbewerb im Land. Die friedliche „Orangene Revolution“ (2004, erfolgreiches Ende 2005) hätte die Ukrainer zu einem „freien Volk“ gemacht. Politische Gewinner der geforderten Neuwahlen waren Wiktor Juschtschenko und Julia Timoschenko, die Janukowitsch ablösten, sich aber bald selbst zertritten. Janukowitsch als Gewinner dieses Streits sah die Ukraine in einer Brückenstellung zwischen EU und Russland +++ die „Ukraine Nachrichten“ beantworten Fragen zum Euromaidan 2013-14 und einigen Hintergründen, die zunächst zur Wahl Janukowitschs geführt hatten. Der Artikel bestätigt den Einfluss von „Oligarchenclans“ auf Janukowitsch +++ bezüglich der Krim berichtete ein Krimtatarisch sprechender Wissenschaftler die russische Intervention sei von Janukowitsch und der Regionalregierung der Krim erwünscht gewesen. Der Krimtatarische Nationalrat hätte seit Jahren versucht, ein Internationales Forum für die Ukraine zu schaffen. Die Bedrohung der Russischsprachigen sei erlogen, auf der Krim lebe ein Vielvölkergemisch, Ukrainer und Krimtataren würden auch Russisch sprechen; man wolle den ohnehin schwierigen Status Quo der Krim beibehalten. Viele Russen würden auch nicht unter der Regierung Putin leben wollen. Die ökonomische Verbindung zu Russland sei eng, man wolle sich aber auch Richtung Westen orientieren dürfen.

von: Sylvia Schmidt veröffentlicht am 11. März 2014
Themen - Kategorien: Infogramme, Notrufe, Kriege, Krisen, Politik - International, Wirtschaft
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