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Apocalypse No

1. April 2016

Astronautin Tracy Caldwell-Dyson blickt von der ISS aus auf den Blauen Planeten ... 2010 NASA, PD. Wikimedia Commons

Astronautin Tracy Caldwell-Dyson blickt von der ISS aus auf den Blauen Planeten … 2010 NASA, PD. Wikimedia Commons

Der Blick aus sicherer Distanz ist natürlich entspannter, und die Entfernungen zwischen der ISS und #Dadaab oder #Idomeni sind in mehrerer Hinsicht immens. Doch sprechen viele Informationen dafür, dass drängende Probleme dieser Welt lösbarer wären, als es oft dargestellt wird. Wo soll es hingehen: in eine lebenswerte Zukunft, oder in düstere Science-Fiction-Visionen? So wie in „Jahr 2022 … die überleben wollen“, einer Verfilmung des Romans New York 1999? Das Buch erschien 1966. Harry Harrison wies auf den Ressourcenverbrauch der USA hin und sah Kämpfe voraus, würde sich der Kurs nicht ändern. Interviews von Kontext TV auf dem letzten Klimagipfel zeigen, dass die Industrienationen ihren Kurs kaum geändert haben. Die Erfolge der Wirtschaftswunderzeit schienen sie ja gerade zu bestätigen – solange nur andere die Belastungen ertragen mussten. Die Landwirtschaft wurde ebenfalls intensiviert und brachte die gewünschten Ergebnisse. So wirkten Warnungen der Biologin und Zoologin Rachel Carson, die 1962 Umweltschäden durch chemischen Pflanzenschutz beschrieb, nicht lange. Doch teilten in den 1970ern Organisationen wie die Friends of the Earth International, oder ein deutsches Mitglied, der BUND, die von Carson formulierten Sorgen. Bereits seit 1950 gibt es den Deutschen Naturschutzring.
Die Erde, ein Ausschnitt anhand von Natural Earth Daten - Wikimedia Commons Ktrinko, CC BY-SA 2010

Die Erde, ein Ausschnitt anhand von Natural Earth Daten – Wikimedia Commons. Tom Patterson et al., Projektion Robinson, Ktrinko, CC BY-SA 2010

Eine Frage können Naturschutzorganisationen nicht beantworten: lässt sich Produktion und Wirtschaft wirklich nicht mit Umweltschutz, Klimaschutz, maßvollem Ressourcenverbrauch, und partnerschaftlicher Zusammenarbeit verknüpfen?

Ein Konzept heißt Cradle to Cradle, wörtlich Wiege zur Wiege. Müll wird Rohstoff, also müssen die Materialien wieder verwendbar sein. Die Stiftung Futurzwei sammelt geradezu Beispiele nachhaltiger Produktion. weiterlesen …