Creative Commons LizenzvertragSendungen, Artikel: CC BY-NC-ND 3.0 DE | D. O. abonnieren (RSS) | 17-Dec-2018 - UTC

Datenschutz

Die neue EU-DSGVO Datenschutz-Grundverordnung kann HIER nachgelesen werden (PDF-Datei von der EU-Website). Sie dient

„(…) zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und zum freien Datenverkehr (…)“

Das ist der entscheidende Satz, denn die D. O.-Redaktion (die außerdem Admin von demokratie-online.info ist) fragt nicht nach Ihren personenbezogenen Daten, speichert also auch keine. Weil der Aufwand nicht machbar ist und der Betrieb von D. O. ohnehin vorerst stark eingeschränkt läuft, gibt es keine Newsletter, Mailinglisten, Verteiler. Genauso wenig gibt es Login-Daten anderer Personen da D. O. keine Mitarbeiter hat und die Kommentarfunktion wegen des Verwaltungsaufwands ganz abgeschaltet wurde.

Provider manitu, auf dessen Servern an irgendeinem Ort D. O. gespeichert ist, sagt außerdem

„(…) Als Hilfestellung: Als privater Webseiten-Betreiber benötigen Sie i.d.R. keinen AV-Vertrag. Als gewerblicher Kunde, der z.B. über einen eigenen Server oder ein Webhosting-Paket geschäftsmäßig Daten verarbeitet, ist dies evtl. relevant.“

(Hinweis von D. O.: der Provider gibt aus verständlichen Gründen keine rechtlich verbindlichen Auskünfte und führt keine Rechtsberatung durch)

D. O. wird inzwischen wieder privat betrieben. Der Podcast und Blog wurde für einige Zeit freiberuflich betrieben, genauer gesagt wurden, übrigens erfolglos, Fördergelder und zu den Inhalten passende Anzeigenkunden acquiriert. Diese Freiberuflichkeit wurde Sommer 2017 beim Finanzamt Hannover-Nord abgemeldet.

Der folgende Abschnitt über die Speicherung von IP-Adressen durch die Statistiksoftware Webalizer ist – Stand 18. Mai 2018 – nicht mehr ganz aktuell, weil der Provider inzwischen die volle Anonymisierung der IP-Adressen in den Statistiken anbietet. Für D. O. wurde die Einstellung „volle Anonymisierung“ eingestellt. Dennoch enthalten alle bisherigen Statistiken IP-Adressen, deshalb bleibt der nächste Abschnitt online. Vielleicht enthält dieser Teil außerdem für Sie oder Dich interessante technische Informationen.

IP ist das Internetprotokoll, mit dessen Hilfe Datenpakete im Internet verschickt werden. HIER wird von SAT1 leicht erklärt, was eine IP-Adresse ist, und HIER eine etwas komplexere Erklärung der „Netzmafia“ (der Hochschule München), angesprochen werden außerdem noch andere, im Internet für verschiedene Aufgaben verwendete Protokolle.

Anschnallen bitte!

Dennoch muss ich Euch oder Sie, liebe Besucher/innen, darüber informieren, dass ein Besuch auf demokratie-online.info nicht ohne Datenspuren abläuft. Genau wie jeder Telefonanruf Spuren hinterlässt. Wie sonst könnte ein Anruf vermittelt werden? Auf PCs übertragen, betrifft das die IP-Adresse des Rechners, von dem aus D. O. angewählt wird. HIER ein Artikel von t3n über IP-Adressen. Er erklärt auch, warum ein Rückschluss auf konkrete, natürliche Personen nicht so einfach ist, u. a. weil von mehreren Personen genutzte Netzwerke auch IP-Adressen haben. Server, die im Netz miteinander „telefonieren“, haben IP-Adressen. Provider von Privatsurfern teilen in der Regel keine festen IP-Adressen zu oder machen das nur nach Vereinbarung, um die gleiche Adresse mehrmals nutzen zu können.

Wie umständlich die Anfrage nach einer einzigen Webseite von Servern bearbeitet wird, lässt sich beispielsweise im Webhosting-ABC im Abschnitt „Domain Name System“ nachlesen. Zuerst fragt ein Server einen anderen, welche IP-Adresse zu dem angewählten Domain-Namen (demokratie-online.info) gehört bzw. auf welchem Server die Dateien liegen, und schon daran sind mehrere Rechner beteiligt. Die natürlich auch IP-Adressen haben. Anfragen können auch aus anderen Gründen über mehrere Länder und Server geleitet werden.

HIER mehr Infos von Datenschützern, die schleswig-holsteinische Behörden und Unternehmen kontrollieren, wann IP-Adressen personenbezogene Daten sind. Weitere Informationen über IP-Adressen, Statistiken und Tracking (to track = verfolgen) gibt es bei eRecht24.

Die vom Provider installierte Statistiksoftware Webalizer, die von der D. O.-Redaktion/Administration nicht verändert werden kann, speichert IP-Adressen zwar und zeigt sie im Admin-Bereich an (Info vom 18.05.2018: das war der bisherige Stand).

Über IP-Adressen können Länder identifiziert werden, aus denen Zugriffe kommen, Anzahl verschiedener Zugriffe, oder die Dauer von Besuchen. Aber: D. O. müsste beim Provider erst nachfragen, welche natürlichen Personen hinter welchen IP-Adressen versteckt sein könnten. Provider manitu müsste daraufhin tätig werden, um zu versuchen, natürliche Personen hinter IP-Adressen zu finden. Ein eigener Test mit Eingabe beliebiger IP-Adressen aus der Statistik in der Adresszeile des Browsers ergab nichts Konkretes. In einem Fall kam die Anfrage von irgendwoher aus den USA, im anderen Fall konnte der Browser gar keine Verbindung herstellen. Andere IP-Adressen enthielten Provider- oder Suchmaschinennamen. PCs und Server haben keine Website im Netz, die ein Browser anzeigen könnte. Der Versuch, natürliche Personen über IP-Adressen einer Statistik zu finden, klingt deshalb so bescheuert wie es wäre. D. O. hat keine Zeit für Blödsinn und darf sowieso nicht schnüffeln, manitu hätte noch weniger Zeit dazu und würde D. O. abmahnen oder gleich rauswerfen – was schon die Haltung zur Vorratsdatenspeicherung deutlich macht. Und manitu dürfte auch dann nicht schnüffeln, wenn es technisch machbar sein könnte. Denn undenkbar ist es natürlich nicht.

Eindeutig identifiziert werden können Rechner über die Hardware-Adresse ihres Netzwerkadapters, die MAC-Adresse. MAC wie Media Access Control. HIER ein Artikel der Netzwelt zu MAC-Adressen und zu IMEI-Nummern mobiler Geräte, wie man sie herausfindet, welche Sicherheitslücken es beispielsweise in WLANs gibt.

Dass Daten wie IP-Adressen oder Handy-Verbindungen gebraucht werden, um bei Straftaten zu ermitteln, nicht zuletzt bei schweren, steht auf einem anderen Blatt. Das wird von Datenschutz-Organisationen oder engagierten Privatleuten oft übersehen.

Kekse essen oder lieber nicht? COOKIES und Datenschutz

Das Verbraucherportal om Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz erklärt, was Cookies sind. Ohne sie könnte man beim Online-Shop keine Warenkörbe füllen oder auf Webseiten eingeloggt bleiben. Das wird für Besucher von D. O. nicht Thema, da es keine solchen Angebote gibt.

Computer sind doof, wie Spliff in den 1980ern ganz richtig sang: ein Server kriegt Anfragen nach Webseiten oder genauso beim Herumsurfen auf einer Website, ebenso beim erneuten Aufruf vom gleichen Rechner aus. Der Server muss zuordnen, wem er was schickt, und die Cookies erleichtern ein Wiedererkennen durch den Server. HIER ein Artikel von t3n zum Deaktivieren, Blockieren und Löschen von Cookies bei Smartphone-Browsern, vergleichbar mit Desktop-Browsern oder Browsern vom USB-Stick. HIER Infos für die neuesten Internet Explorer vom Infoportal der TU Berlin.

D. O. nutzt die WordPress-Software, um Informationen und Podcasts zu verbreiten, mehr nicht. Das Infoportal funktioniert nach bisherigen Tests auch mit komplett blockierten Cookies. Und so geht WordPress mit der neuen EU-DSGVO und allgemein mit Datenschutz um.

Die Kombination aus IP-Adresse und Cookies könnte schon eher Hinweise auf einen bestimmten PC oder ein bestimmtes Smartphone geben. Oder besser: auf das, was der Nutzer, die Nutzerin im Internet macht. Cookies werden jedoch vom Server, der Anfragen bearbeitet, auf dem „anfragenden“ Rechner abgelegt.

Macht es Euch leicht und machen Sie es sich leicht. HIER die Tipps zum sicheren Surfen

– im Browser die Aktivitätenverfolgung abschalten (Beispiel Firefox)

– im Browser Cookies blockieren bzw. löschen – demokratie-online.info muss dann als „Erstanbieter“ behandelt werden, weil es keine Einbindung in Werbenetzwerke oder sonstige Partnerseiten gibt. Eingebettete Inhalte sind höchstens Fotos oder Audiodateien.

– den Ratgeber von PC-Welt lesen und sich die bevorzugte Variante aussuchen. Etwa mit dem Browser „privat surfen“ oder im Browser einen Proxy-Server einschalten. HIER Infos von Chip, was dieser „Vermittler“ macht und wie man das im Browser einstellt. Oder man kann ein Betriebssystem von CD nutzen, es gibt Linux-Systeme von CD oder auch für den USB-Stick. Für die Browser gibt es meistens Erweiterungen, so genannte Add-Ons, mit denen das Surfen anonymisiert werden kann. Eine weitere Möglichkeit ist der Tor Browser.


Ob man auf „normalem“ Weg in der großen Masse des Internets sicherer ist als mit speziellen Servern, etwa mit Proxys oder denen, die der Tor Browser nutzt, ist unklar. Klar ist jedenfalls, dass man sich vor dem Aufruf von Webseiten für anonymes Surfen ohne Übertragung der IP-Adresse, soweit möglich ohne Cookies, und mit Schutz der MAC-Adresse oder IMEI-Nummer entscheiden muss. Im Browser kann man hinterher lediglich die Browserdaten löschen. Das betrifft dann aber nur die Daten auf dem eigenen PC, dem eigenen Smartphone. Nicht die Daten, die die Server bei der Anfrage bekommen haben.

Wie viele Magenschmerzen verträgt der Mensch eigentlich?

Habt Ihr oder haben Sie noch Fragen zum Datenschutz, erreichen Sie D. O. unter
s.schmidt(at)demokratie-online.info
oder
0151 – 598 599 41
obwohl für D. O. natürlich kein Datenschutzbeauftragter benötigt wird.

Diese Seite wurde neu geschrieben am 13. Mai 2018
Ergänzung und kleine Korrekturen am 14. und 18. Mai 2018.

von: Sylvia Schmidt
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