Creative Commons LizenzvertragSendungen, Artikel: CC BY-NC-ND 3.0 DE | 28-May-2020 - UTC

+++ D. O. wird zur Zeit mit Korrekturen, Aktualisierungen und Desing-Anpassungen ohne Wordpress archiviert und bleibt weiter im Netz. Neues gibt es dann nur noch als Kurzinfo oder in Linklisten. D. O., die Schreibweise der Stadt Mülheim a. d. Ruhr hat nichts mit Windmühlen zu tun, wie kann sowas zwei Jahre im Netz stehen ... :) und Chrome Browser, wieso vergrößerst du die Schriften??? +++ ernsteres Thema: +++ RÜCKBLICK AUF OSTERN: trotz Corona ein bisschen abheben, mit Musik natürlich: The Wind beneath my Wings - der Wind unter meinen Flügeln (European Youth Brass Band) +++ vom Wachkoma, scheinbar ohne Hoffnung, DOCH wieder zurück ins Leben - und zum Tanzen ... (noa4-Reportage über Ludwig Köppen) +++ Weltrekord-Freitaucher Benjamin Franz erfand sich nach einem Schlaganfall und dem damit verbundenen Kontroll- und Sprachverlust neu (HIER im Gespräch Bayern1) +++ realitätsnahe Stimmen zu OSTERN vom Vatikan: "Die Pandemie ist keine Geißel Gottes, und kein wundersamer Eingriff aus dem Himmel wird sie stoppen. (...) eine Laune der Natur, die menschliches Allmachtsdenken als Illusion entlarvt. (...) nicht einfach mehr beten, sondern anders leben: (...) mit gerechterer Güterverteilung, besserer Gesundheitsvorsorge, ökologischem Wirtschaften." (domradio.de) und HIER die Kreuzweg-Gebete und Betrachtungen, zu denen Papst Franziskus Angehörige von Ermordeten und Häftlingen, Häftlinge und Gefängnismitarbeiter eingeladen hatte ... (vatican.va) +++ der virtuelle OSTERMARSCH 2020 der Friedensbewegung +++
+++ nur Hilfe hilft action medeor, die Notapotheke der Welt + medico international + Ärzte ohne Grenzen/MSF +++ das sollte nicht vergessen werden: "Im Jahr 2017 verstarben in Deutschland insgesamt 932 272 Menschen (...). Die häufigste Todesursache im Jahr 2017 war, wie schon in den Vorjahren, eine Herz-/Kreislauferkrankung." (destatis.de) +++ und: Corona "ist kein Killervirus wie beispielsweise Ebola" (Arzt u. a. für Tropenmedizin Christoph Specht, im Februar bei n-tv.de) +++

Biokunststoff von chemisch behandelten Mais-Monokulturen

6. März 2015

Im Maisfeld (oder: Maisgürtel), Süddakota USA. ©2008 Lars Plougmann CC BY-SA. Wikimedia Commons

Im Maisfeld (oder: Maisgürtel), Süddakota USA. © 2008 Lars Plougmann CC BY-SA. Wikimedia Commons

Mit den Biokunststoffen kündigt sich eine zusätzliche Flächenkonkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion an, ebenso der gleiche Konflikt wie beim Biogas oder Biosprit um die Frage, wie bio das Ding wirklich ist. Nun kann das Wort bio genauso wenig geschützt werden wie fair oder schön. Der Schritt weg vom Erdöl war längst überfällig. Erdölfrei kann jedoch kein einziger Agrarrohstoff aus konventioneller Landwirtschaft sein. Selbst der Biobauer ist nicht völlig erdölfrei, solange sein Trecker kein recyceltes Altöl oder Salatöl aus ökologischer Landwirtschaft schluckt. Wer in den USA PLA bestellt, um daraus ein Bio-Handy zu bauen, landet nicht in Mexiko, dem Ursprungszentrum des Mais, sondern bei patentiertem, genverändertem Mais von Monsanto und im Maisgürtel der USA. 2012 erlebte diese Region eine Dürre, die den Landwirtschaftsminister zum Beten gebracht haben soll. Nach Angaben des Deutschen Institutes für Entwicklungspolitik von 2009 müsste er das nicht.

BASF räumt in einer Produktbroschüre zu Ecoflex und Ecovio allerdings auch ein, dass „bioabbaubare oder biobasierte Kunststoffe nicht generell umweltfreundlicher“ sind. Im verlinkten Artikel zum „Bio-Handy“ steht mehr darüber, wie Maisstärke zu PLA wird. Die Produktion von Bioplastik braucht oft Chemie und viel Energie. Es gibt noch andere Biokunststoffe, PHB (hier Info auf chemie.de) oder Mater-Bi (siehe Suchbegriff auf plasticker.de). Der PLA-Kunststoff Ingeo ist übrigens das Patent einer Tochterfirma von Dow Chemical und Cargill (NatureWorks). Archer Daniels Midland ist mit im Rennen um Biokunststoffe, außerdem DuPont, die Biotechnologie- und Polymersparte von Thyssen Krupp Uhde, die Bayer AG. Das Komplettpaket einige dieser Konzerne – patentiertes Saatgut, Agrochemie, patentierter Kunststoff aus NaWaRos – ist schlau, aber alles andere als bio.

Also ab mit dem Bioplastik-Teller in die industrielle Kompostieranlage, wo er in Wasser und CO2 (na!) zerlegt wird, sofern er die dazu benötigte Zeit tatsächlich bekommt? Grundsätzlich können alle Kunststoff-Pflanzen gentechnikfreie Sorten in ökologischer Mischkultur sein. Denn alle Landpflanzen bauen und speichern Stärke! Topinambur enthält viel davon, und Kastanien sogar so viel weiterlesen …