Creative Commons LizenzvertragSendungen, Artikel: CC BY-NC-ND 3.0 DE | D. O. abonnieren (RSS) | 17-Dec-2018 - UTC

+++ LINKLISTEN und Infos hier oben WURDEN vom 09. bis 15. Dezember AKTUALISIERT +++ JEMEN: "Es flieht allerdings niemand aus dem Jemen nach Europa (...). Das könnte ein Stückweit das Desinteresse bei uns erklären, das muss man vielleicht so klar feststellen." (Qantara.de 12.12.) - und: "Wir haben den Stopp von Rüstungsexporten an Saudi-Arabien ausdrücklich begrüßt. Dass im Nachhinein bekannt wurde, dass er nur für zwei Monate gelten soll, war für uns eine Enttäuschung." +++ im Vergleich FRANKREICH: "Und plötzlich trifft es die eigene Familie" (L'essentiel, Luxemburg Artikel FR/DE, 13.12., gemeint ist die Familie eines Opfers) +++ Attentäter der Polizei bekannt ... "Nach Angaben aus Sicherheitskreisen wussten die deutschen Behörden nicht, dass man ihn in Frankreich auch als radikalen Islamisten auf dem Schirm hatte." (kreiszeitung.de 14.12.) +++ was machen eigentlich Europol und Interpol? +++ und zur Erinnerung, Großbritannien 2005 (Spiegel Online): "Es waren vier normale britische junge Männer aus normalen britischen Familien, die Fußball und Mädchen liebten, also warum nur wurden sie zu Selbstmordattentätern?" +++
+++ FRANKREICH: das sind die Hymnen der Gelbwesten, eine Übersicht des Schweizer SRF. Platz 1: die Marseillaise. Und sie seien nicht links oder rechts, sondern Bürger! Weitere Hits: "Emmanuel, du lügst" oder "Ich wollte tanken – zu teuer. Ich habe Steuern bezahlt – zu teuer. Gib mir eine Weste!". Ein Kommentar sagt u. a.: "Die Franzosen wissen wenigstens, wo die Verantwortlichen sitzen, statt sich - wie in Deutschland - gegen Asylanten und Migranten aufhetzen zu lassen (...)" Anm. D. O.: stimmt in vieler Hinsicht, aber nicht ganz, denn Frankreich-Korrespondenten wie z. B. Barbara Kostolnik (u. a. DLF) berichteten über fremdenfeindliche Gelbwesten, hier ein Rückblick auf 2017 (Bayern 2): "Viele Arbeiter in Frankreich wählen nicht mehr links, sondern rechts". Und: ein Artikel der Saarbrücker Zeitung vom 04.12. beschreibt das Erstarken des Front National durch die Krise, einer der Gelbwesten-Sprecher habe gefordert, ein General solle den Premier ersetzen. Statt aber auf Flüchtlingspolitik zuzusteuern, schreibt Redakteurin Christine Longin: "(...) nur mehr Gleichheit kann die Proteste auf Dauer beenden und den Populisten das Wasser abgraben." +++ aktuelle Berichte (RFI, FR) oder France24 (EN), ein Rückblick der Frankfurter Rundschau von der ersten Videobotschaft der Gelbwesten bis zum 09.12. +++ Jacline Mouraud, die mit ihrem Video die Bewegung startete, ist besorgt über die gewalttätige Minderheit und sieht die Gelbwesten als Bürger eher des unteren Mittelstands, und aus allen politischen Richtungen - auch der Partei Macrons (Der Tagesspiegel, 08.12.). Berichtet wird über linksextreme, aber vor allem über rechtsextreme Trittbrettfahrer, oder dass Gesten des Premiers Edouard Philippe ("Keine Steuer ist es wert, die Einheit der Nation zu gefährden") mit Maximalforderungen beantwortet wurden. Friedliche Gelbwesten bekamen außerdem vor einem Treffen mit dem Premier Drohungen von Gewaltbereiten ... +++ bezogen auf späte Zeichen der französischen Regierung, etwas nachzugeben: "fatales Signal, dass friedlicher Protest nicht gehört" wird (Deutschlandfunk, 09.12.). Gilets jaunes: wer sind die Randalierer unter den Gelbwesten, le profil des casseurs, fragte France 3, 25.11. +++ ... und in Deutschland versuchen rechtsextreme Trittbrettfahrer wie u. a. die "Patrioten NRW", sich den Gelbwesten anzuschließen (derwesten.de/WAZ 09.12.) +++ Die AfD will ebenfalls andocken, Beispiel Stuttgarter Demo-Aufruf (Tag24, 08.12.), und noch eine AfD-Abgeordnete trägt Gelb (Frankfurter Rundschau, 26.11.) +++

D. O. – Infogramm: Kriege und Frieden, Israel Palästina

25. Juli 2014
Friedensdemo 12. Juli 2014 in Tel Aviv, Israel. Foto © 2014 Guy Butavia, CC BY-SA. Wikimedia Commons

Friedensdemo 12. Juli 2014 in Tel Aviv, Israel. Foto © 2014 Guy Butavia, CC BY-SA. Wikimedia Commons

ZDF Auslandsjournal zur jüngeren Vorgeschichte der Offensive in Gaza +++ Aufruf Juli 2014 von der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft und der Palästinensischen Gemeinde Deutschland e. V. mit Distanzierung von „beschämenden antisemitischen Slogans“ +++ Pressemitteilung der Palästinensischen Gemeinde Deutschland Hannover e. V. vom Juli 2014 zum Demonstrationsverlauf 20.07.14 in Hannover „Stoppt den Krieg in Gaza“, organisiert von türkischen Verbänden: (…) „Das einzige Plakat eines einzelnen Teilnehmers mit einem durchgestrichenen Davidstern wurde auf Anweisung der eigenen Ordner sofort entfernt. Es wurde ausdrücklich jedem Teilnehmer, der parteipolitische Flaggen oder antisemitische Transparente tragen wollte, untersagt, an der Demonstration teilzunehmen.“ +++ HIER Berichte der israelischen Organisation Btselem, die beide Seiten der Fronten berücksichtigen will +++ der Arzt Mads Gilbert war 2008/9 in Gaza, HIER mehr zur Terrorismusdiskussion um Gilbert, der 2014 wieder in Gaza ist (HIER im Democracy Now!-Interview

Es geht anders. Foto beim "Zelt der Nationen" bei Bethlehem © Gied ten Berge. CC BY-SA, Wikimedia Commons

Es geht anders. Foto beim „Zelt der Nationen“ bei Bethlehem © Gied ten Berge. CC BY-SA, Wikimedia Commons

+++ Rolf Verleger, ehemals im Zentralrat der Juden, selbst ein Kind Holocaust-Überlebender, sagte im DLF, „Was hat das mit meiner ermordeten Verwandtschaft zu tun, dass da jetzt ein solches Unrecht im Nahen Osten geschieht? (…) – man kann auf geraubten Land nicht in Frieden leben“ +++ der israelische Schriftsteller Etgar Keret (Sohn einer Holocaust-Überlebenden) sagte Juli 2014 im „Freitag“-Interview, israelische Nachrichten würden ein einseitiges, verzerrtes Bild vermitteln, und: „Wenn wir tatsächlich Sicherheit wollen, sind Kompromisse der einzige Weg.“ +++ die palästinensische Autorin Sumaya Farhat-Naser sagte Nov. 2012 im Interview des „Kölner Stadt-Anzeiger“: „Wir brauchen Frieden und Sicherheit für Israel und Palästina. (…) Beide haben recht und beide haben unrecht – (…)“ +++ so wurde auf „Hagalil“ eine Demo „gegen Israel“ beurteilt +++ ARD-Korrespondent verniedlicht Friedensbemühungen #JewsAndArabsRefuseToBeEnemies als „vielleicht naiv“ und „rührend“ +++ „We refuse to be enemies“ (Wir weigern uns, Feinde zu sein“) sagten Juden und Araber auch im israelischen Haifa, Juni 2014 +++ „wir weigern uns, Feinde zu sein“ steht für eine von vielen israelisch-palästinensischen Friedensinitiativen weiterlesen …